Die Zukunft steckt in Straßenbahn und O-Bus
Für den öffentlichen Personennahverkehr hat das Jahr 2012 bereits positiv angefangen. Von Seite der heimischen Politik sieht man großes Interesse am weiteren Ausbau des öffentlichen Verkehrs. Dies zeigt die bereits zugesicherte Finanzierung der Straßenbahntrasse nach Traun, sowie die ersten Vorarbeiten für die Verlängerung der Straßenbahnlinie 2 zum Südpark. Bereits heute kann der Linzer Fuhrpark mit hochmodernen Flexity Outlook 2 Garnituren von Bombardier Transportation punkten. Auch der Busfuhrpark ist bereits großteils auf die umweltfreundlichere Antriebsform Erdgas umgestellt.
Die Stadtpolitik macht sich Gedanken, wie der öffentliche Verkehr in Linz noch umweltfreundlicher werden kann. Bereits heute braucht sich Linz allerdings nicht verstecken, was die Umweltfreundlichkeit von Bus und Bim in Linz betrifft. Immerhin werden nur 25 Gramm CO2 pro Personenkilometer mit den Öffis an die Umwelt abgegeben. Mit diesem Wert liegt Linz am ersten Platz, gleich dicht gefolgt von Wien mit 27 Gramm und etwas abgeschalgen am dritten Platz mit 34 Gramm CO2 liegen Graz und Innsbruck.
Der Grund für dieses tolle Ergebnis liegt am hohen Elektrifizierungsgrad des Linzer Liniennetzes. Immerhin werden 73 Prozent der Fahrgäste mit elektrisch angetriebenen Fahrzeugen befördert. 59 Prozent davon nutzen die Straßenbahn und 14 Prozent den O-Bus. Das LINZ AG LINIEN-Netz umfasst insgesamt 196 Kilometer. Davon werden bereits heute 48,4 Kilometer elektrisch und somit emissionsfrei bedient.
Wie 'bahnLinz' bereits berichtete, befand sich in den Monaten Dezember und Jänner ein Hybridbus im Testeinsatz. Auch zuvor kamen schon einige Hybridbusse zum Einsatz. Fazit der Testeinsätze. Der Hybridbus gibt höchstens um 10 bis 15 Prozent weniger CO2 an die Umwelt ab, als ein Dieselbus mit EURO5 Motor. Dies haben die Wiener Linien, die LINZ AG LINIEN und die Technische Universität Graz in einem Test im Jahr 2011 herausgefunden. Somit wurden die Vorstellungen in diesem Bereich nicht befriedigt.
Immerhin stoßen die heutigen Erdgasbusse der LINZ AG LINIEN nur 20 bis 25 Prozent der Emissionen der Hybridbusse aus. Auch von den Anschaffungskosten kann der Hybridbus nicht profitieren. Ein Erdgasbus kostet 350.000 Euro je Bus und ein Hybridbus kostet zirka 550.000 Euro. Nur der Obus ist am teuersten. Hier liegt der Preis pro Fahrzeug zwischen 650.000 und 850.000 Euro.
Aus diesen Daten und gesammelten Erkenntnissen, ist die städtische Verkehrspolitik für den weiteren Straßenbahnausbau und den Erhalt des Linzer Obusnetzes. Somit braucht man sich auch derzeit um den Weiterbestand des Obusses in Linz keine Angst machen.
Eines der wichtigsten Nahverkehrsprojekte wird in den kommenden Jahren die zweite Tramachse im Osten von Linz sein. Mit dieser neuen Linie 4 vom Mühlkreisbahnhof zum Bulgariplatz werden weiter 6,6 Kilometer Schienen verlegt und somit die emissionsfreie Beförderung weiter ausgebaut. Insgesamt wird dieses Projekt 353 Millionen Euro verschlingen.
In sieben Jahren könnten bereits statt 48,4 Kilometer, 61,4 Kilometer elektrisch betrieben werden. Anhand dieser euphorischen Ausbaupläne könnte sich in den kommenden Jahren viel im Personennahverkehr verändern.
geschrieben am: 01.02.2012
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